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Geschichtliches

Im Jahre 1491 wurde die Bergkirche St. Moritz auf dem Bergvorsprung über dem Dorf gebaut, nachdem Bauern in dem der Dorfkapelle gehörenden St. Moritzfeld auf Gräber mit Beigaben gestossen waren. Die Bestatteten wurden damals als Mitglieder der Thebäischen Legion und dessen Kommandanten Mauritius identifiziert. In der kurzen Zeitspanne bis zur Reformation entwickelte sich das Gotteshaus zu einer viel besuchten Wallfahrtskirche.

Bei der Einführung der Reformation 1529 hörte dieser Betrieb auf. Die Kirche wurde des inneren Schmuckes fast völlig beraubt. Die Bausubstanz erlitt aber keinen Schaden.

Wegen der Zunahme der Bevölkerung erweiterte man 1598/99 die Kirche; es war dies der tiefgreifendste Umbau in der Geschichte der Kirche. Die Südmauer wurde abgetragen und fünf Meter nach Süden vorgerückt, wodurch die vormalige harmonische Aufteilung des spätgotischen Raumes erheblich gestört wurde. An Stelle des grossen Südportals wurden zwei neue Portale mit Rundbögen eingesetzt. Der Dachreiter über dem Chor musste samt dem Glöcklein weichen. Am Turm entfielen die Treppengiebel und die Eckquader. Im Innern schliesslich wurde die alte Holzkanzel durch eine steinerne ersetzt.

Auch vom 17. bis zum 19. Jahrhundert wurden immer wieder Renovationen vorgenommen. Dank eines Legates konnten 1888 einige farbige Chorfenster eingesetzt werden. Bei der Renovation von 1920 erhielten die Ost- und Südseite farbige Fenster. 1940 wurde eine ältere, aus dem Haslital bezogene Orgel im Chor aufgestellt, wobei man die Empore beseitigte.

Die imposante Kirche auf dem Vorsprung des Hallauer Berges inmitten der gepflegten Weingärten ist ein Zeugnis des spätgotischen Stiles und Normaltypus. Sie reiht sich würdig ein in die Bauten, die seinerzeit um den Bodensee und insbesondere im Bistum Konstanz errichtet worden waren. Durch ihre exponierte Lage ist die Bergkirche von weither sichtbar und zu einem Wahrzeichen Hallaus, ja des Klettgaus geworden.

Erbaut auf der alamannischen Begräbnisstätte der ältesten Siedlung, deren Gründername im Flurnamen Atlingen am Fusse des Vorsprungs weiterlebt, ist der Ort Zeugnis für die frühe Landnahme. Das Patrozinium des heiligen Mauritius weist ebenfalls auf eine frühe christliche Kirche hin.

Die Hallauer Bergkirche hat als Ganzes und dank so mancher Einzelheiten einen höchst eigenartigen und unverwechselbaren Charakter. Sie stellt sogar einen regelrechten Sonderfall dar; denn noch nie ist eine „sienarote“ Bemalung in dieser Art gefunden worden.

Die Erhebung „zum Kunstdenkmal von nationaler Bedeutung“ durch die Eidgenossenschaft   ist die verdiente Würdigung dieses Gotteshauses.

 

(Auszüge aus dem Hallauer Buch: „Bergkirche St. Moritz“)

 

 


 

 

Sanierung

Sanierung 1976 bis 1978

Die letzten umfassenden Restaurierungsarbeiten an der Bergkirche St. Moritz und am oberen Mesmerhaus fanden im Zeitraum von 1976 bis 1978 statt.

Die Fassaden der Bergkirche und des Kirchturmes wurden umfassend restauriert, der Kirchturm wurde wegen Setzungen, hervorgerufen durch spezielle Vorkommnisse im Untergrund, aufwendig unterfangen. Die Kirchenfenster wurden saniert und mit einer Schutzverglasung versehen. Der Kirchen-Innenraum wurde wieder in seiner ursprünglichen Form instand gestellt und mit technischen Einbauten versehen.

Am oberen Mesmerhaus wurden ebenfalls die Fassaden geflickt und saniert, die Fenster wurden ersetzt und im Untergeschoss wurden einige notwendige Anpassung vorgenommen.

Im Jahre 1991 wurde der Kirchturm erneut saniert. Die mangelnde Haftung des Farbanstriches und die vielen Risse im Fassadenputz machten diese Massnahme notwendig.

 

 

Sanierung 2015

Die Fassadenflächen der Bergkirche sollen umfassend restauriert werden. Fehlstellen, stark gerissene Fassadenputze und mit Salzen belastete Verputze werden ersetzt. Der alte Farbauftrag wird mittels Staubstrahlen reduziert und in der gleichen Farbgebung wie heute neu gestrichen. Die defekten Natursteine bei Fenster- und Türeinfassungen, bei Simsen, Sockeln und Streberpfeilern werden restauriert.

Beim Mesmerhaus wird die Fassade sinngemäss wie bei der Bergkirche restauriert. Wo es möglich ist, werden Unterhalts- und Reparaturarbeiten ausgeführt. Wo es notwendig ist, vor allem auf den Wetterseiten, werden Teile ersetzt, wie z.B. Fenster, Aussentüren, Fensterläden, etc.

Die alte Ölfeuerung aus dem Jahre 1978 muss dringend ersetzt werden. Auch der neue Öl-Brennwertkessel dient der Wärmeerzeugung von Kirche und Mesmerhaus. Folglich wird auch deren Steuerung durch neue Komponenten ersetzt und der alte Heizungskamin wird saniert.

 

 

Baukosten

 

Total Sanierung Bergkirche                                              ca. Fr. 1‘755‘000.00

 

Zugesicherte Beiträge:

  • Bundessubventionen im Maximum             ./.      ca. Fr.     292‘160.00
  • Kantonssubventionen im Maximum            ./.      ca. Fr.     292‘160.00

                                                                                ______________________

Total approximative Baukosten                 ca. Fr. 1‘170‘680.00

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